Haushalt 2025 - Haushaltsrede

26. März 2025

Sehr geehrter Herr Stadtverordnetenvorsteher Dr. Kleinmann, sehr geehrter Herr Bürgermeister Hölz, sehr geehrte Damen und Herren des Magistrats und der Verwaltung, werte Kollegin und werte Kollegen Stadtverordnete, sehr geehrte Damen und Herren,


wieder ist ein Jahr vergangen und ein neuer Haushaltsplan steht zur Verabschiedung an. Wir haben uns durch den Backstein bzw. seine digitale Entsprechung gewühlt und mit unseren Fragen und Nachfragen die Verwaltung beschäftigt. Der Dank unserer Fraktion geht an Herrn Jung und seine Kollegen für ihre Geduld bei der Beantwortung.


Leider spiegelt der Haushaltsplan die herausfordernde Lage wider, in der wir uns befinden. Ich spreche nicht von der großen Politik, sondern von konkreten Problemen hier vor Ort, auf die wir leider keinen Einfluss haben, die aber großen Einfluss auf uns haben:

  • Wir haben eine Brückenbaustelle, die von unserem Kreis verantwortet wird. Nur sporadisch ist auf dieser Baustelle Leben zu erkennen. Wie soll das weitergehen?
  • Wir haben ein Schloss, das vom Land Hessen viele Jahre renoviert und restauriert wurde. Aber anscheinend kann kein Pächter gefunden werden, der die Bedingungen, die ihm vorgegeben werden, akzeptiert.
  • Wir haben am Marktplatz eine Ruine stehen, weil der Eigentümer bislang keine wirtschaftlich sinnvolle Verwertung finden kann.
  • Seit Jahrzenten wird ein Radweg zwischen Langenthal und der Kernstadt geplant. Die Flurbereinigungsbehörde avisiert eine mögliche Realisierung immer für das jeweils nächste Jahr.
  • An der Schleuse betreibt EnBW ein Flusskraftwerk, das ganz Hirschhorn mit Strom versorgen könnte, aber es läuft mit einem Viertel seiner Kapazität, weil das Regierungs­präsidium seit mehreren Jahren die Einhaltung gesetzlicher Anforderungen an den Fischschutz testet.


Wie kommt es dazu? In einem intransparenten Behörden­dschungel verbergen sich Fachbehörden, die fernab jeglicher Kontrollinstanz ihre Süppchen kochen. Sie müssen anscheinend weder Güter abwägen, noch scheinen sie jemandem gegenüber zur Rechenschaft verpflichtet.


Um es auf den Punkt zu bringen: Die Attraktivität und die Wirtschaftskraft unserer Stadt werden geschmälert und wir haben keinerlei Einfluss darauf.


Hier muss ich noch einen Blick in Richtung der Medien­vertreter werfen. Eine wichtige Aufgabe der Medien ist es, für Transparenz zu sorgen. Da sehe ich noch Luft nach oben! Vielleicht würde etwas mehr kritische Öffentlichkeit dafür sorgen, dass solche Projekte auch mal ein Ende finden.


Auch für unseren Haushaltsplan direkt gibt es Rahmen­bedingungen, die zu beachten sind. Für viele Maßnahmen gibt es Fördermittel. Diese könnten helfen, sind jedoch oft an zahlreiche Zusatz­anforderungen gebunden, die wiederum Kosten verursachen. Versicherungen tragen mit ihren Normen und Vorgaben ebenfalls zur zusätzlichen finanziellen Belastung bei.


Ich habe so weit ausgeholt, weil diese ganze Gemengelage auch großen Einfluss auf unseren Haushaltsplan hat.


Im Unterschied zu den vergangenen Jahren ist der aktuell zur Diskussion stehende Plan formell nicht genehmigungsfähig. Vor allem die drei folgenden Jahre 2026-2028 erfüllen nicht die Genehmigungs­kriterien, denn laut dieser Planung wird unser Polster an Finanzierungs­mitteln aufge­braucht.


Die zurzeit guten Gewerbesteuererträge werden zu einem großen Teil vom Kreis wieder abgeschöpft, der durch Erhöhung der Umlagen seine eigene Finanzlage verbessert.


Als Stadtverordnete können wir die Ausgaben für Sach- und Dienstleistungen und die Investitionen beeinflussen. Zudem haben wir indirekt über den Stellenplan Möglichkeiten auf die Personalkosten einzuwirken.


Laut Plan sollen 4 Millionen für ein Feuerwehrgerätehaus in Langenthal ausgegeben werden, davon 2 Millionen im Planzeitraum 2028. Wir alle wissen, wie wichtig die Feuerwehr ist, neben der Brandvorsorge auch als Faktor im sozialen Umfeld. Aber dieses Projekt ist so nicht finanzierbar. Alle Fraktionen, die Feuerwehr und die Verwaltung müssen zusammenrücken, um das Ziel - ein deutlich kostengünstigeres Feuerwehrhaus - zu erreichen.


Dann steht eine halbe Million für die Neugestaltung des Außengeländes des Kindergartens in Langenthal im Plan. Kinder sind unsere Zukunft und wir wünschen uns für sie die beste Betreuung. Aber die Schaffung eines planebenen Außengeländes ist nicht der entscheidende Faktor für einen Kindergarten, Betreuungszeit und -qualität sind wichtiger. Es sollten beim Außengelände diejenigen Maßnahmen durchgeführt werden, die für die Rechtssicherheit notwendig sind. In Abhängigkeit von der weiteren Planung des Feuerwehrgerätehauses wäre auch eine Erweiterung auf diesem Grundstück möglich, da dieses mit dem Kita Grundstück eine gemeinsame Grenze hat.


Außerdem sollen laut Plan noch 1,4 Millionen für Feuerwehr­fahrzeuge ausgegeben werden. Da wäre es sehr wichtig, die Beschaffungsmöglichkeiten zu hinterfragen. Es gibt Gebraucht­fahrzeuge, Generalüberholung etc. Denn die Fahrzeuge altern überwiegend durch Herumstehen (Gott sei Dank!).


Wir müssen uns aber auch generell fragen, wie wir die Haushalte in Zukunft ausgleichen können. Die Gewerbesteuer und der Anteil an der Einkommensteuer sind unsere größten Einnahmequellen. Die Gewerbesteuer ist ein scheues Reh. Wir haben keinen Einfluss auf die Entscheidungen in den Zentralen der Unternehmen, die in Hirschhorn aktiv sind. Wir können nur indirekt durch günstige Rahmenbedingungen dafür sorgen, dass das Gewerbe bei uns bleibt. Die Brückenbaustelle ist da nicht hilfreich.


Der Anteil an der Einkommensteuer hängt davon ab, dass es uns gelingt, ein günstiges Umfeld für einkommensstarke Familien zu schaffen und zu bewahren und uns nicht nur in ein reines Rentnerdomizil zu entwickeln. Dazu gehörten z.B. auch ein schönes Stadtbild und ein belebtes Schloss. Dies können wir leider auch nur sehr begrenzt beeinflussen. Aber Kindergärten, Spielplätze, Kulturevents, Erholungsflächen und Aufenthaltsmöglichkeiten für Jugendliche sind ebenfalls wichtige Faktoren, bei denen wir als Stadt Gestaltungsmöglichkeiten haben. Diese Möglichkeiten geben wir aus der Hand, wenn wir uns durch die Haushaltsplanung auf Wasser, Abwasser und Feuerwehr reduzieren lassen.


Im vorgelegten Haushaltsentwurf sehen wir bei über 3 Millionen jährlichen Ist-Einnahmen aus der Gewerbesteuer einen Planansatz von nur 2 Millionen. Diese pessimistische Annahme trägt auch mit dazu bei, dass die gesamte Planung nicht genehmigungsfähig wird. Eine Erhöhung der Planzahl auf 2,7 Millionen Euro würde uns nach Abzug der Steigerung der Umlagen und unter Berück­sichtigung der Schlüssel­zuweisungen pro Jahr etwa 140-200 tausend Euro planerische Mehr­einnahmen bescheren, denn die Berechnung der Umlagen und Schlüsselzuweisungen erfolgt anhand der Steuerkraft, die durch Mehreinnahmen steigt.


Im Bereich der Ausgaben zeigt unser Plan erhebliche Steigerungen. Die Ausgaben für Sach- und Dienstleistungen steigen z. B. bei den Friedhöfen um fast 60% auf 116 t€ gegenüber der Planung 2024, bei den Positionen, die nicht zu den Gebührenhaushalten zählen (ohne Wasser, Abwasser und Abfall), um knapp 20% auf 2,7 Millionen €. Hier sind Einsparungen möglich, die nur ansatzweise in der Änderungsliste des Magistrats berücksichtigt wurden.


Auch die anderen Kostenblöcke sind teilweise stark gestiegen, sind aber nur sehr begrenzt beeinflussbar.

Der aktuelle Plan führt dazu, dass alles, was geplant werden könnte, um Hirschhorn lebenswert zu halten, den vermeintlichen Sachzwängen geopfert wird. Was ist mit den großen Plänen und Vorschlägen aus Bürgerversammlung und IGO?



Deshalb fordern wir eine signifikante Senkung der geplanten Kosten bei den Sach- und Dienstleistungen, eine eingehende Beschäftigung mit der Investitionsplanung im Bereich der Feuerwehr und eine Erhöhung der Planzahlen bei der Gewerbesteuer sowie eine Berücksichtigung der Investitionen, die aus der Bürgerbeteiligung resultieren. Die Details der Forderungen stehen in unseren Anträgen zum Haushalt.

Speziell im Investitionsbereich ist es einfach, geplante Maßnahmen zurückzustellen oder zeitlich zu strecken, wenn die Finanzdecke tatsächlich zu dünn wird; aber was gar nicht im Plan steht, kann auch unter günstigen Rahmenbedingungen praktisch nicht realisiert werden. Mit der vorgelegten Planung berauben wir uns selbst der Handlungsspielräume, die für eine positive Stadtentwicklung sorgen könnten. Ich bitte alle Kollegen, dies bei der Haushaltsberatung mit zu bedenken.

 

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit

 

Bernhard Reichert, Fraktionsvorsitzender Profil Hirschhorn

Es gilt das gesprochene Wort!

von Reinhard Mühlbauer 2. Februar 2026
Von links nach rechts: Christin Schuster, Jürgen Berdel, Tilmann Wolf, Michael Schweitzer, Joachim Kleinmann, Bernhard Reichert, Gabriele Iberl, Kai Münch und Ramon Brettel (nicht auf dem Bild Alexander Hess) Christin Schuster (46) Notarin und Rechtsanwältin Ich lebe und arbeite mit meinen vier Kindern hier in Hirschhorn. Als Mutter kenne ich den Alltag vieler Familien aus eigener Erfahrung – mit all seinen Herausforderungen, kleinen Sorgen und großen Chancen. Ich bin überzeugt: Veränderung beginnt oft im Kleinen, wenn man zuhört, hinschaut und gemeinsam handelt. Durch meine Tätigkeit als Notarin und Rechtsanwältin bringe ich unterschiedliche Perspektiven ein – die Sicht als Arbeitnehmerin ebenso wie die Verantwortung als Arbeitgeberin. Diese doppelte Erfahrung hilft mir, Interessen fair abzuwägen, praktikable Lösungen zu finden und Brücken zwischen unterschiedlichen Bedürfnissen zu bauen. Besonders am Herzen liegt mir, Lebens- und Wohlfühlräume für Kinder und Jugendliche zu schaffen – Orte, an denen sie sich sicher fühlen, gesehen werden und sich entfalten können. Ebenso wichtig sind mir ein wertschätzendes Miteinander der Generationen sowie eine Infrastruktur, die Begegnung, Beteiligung und Entwicklung ermöglicht. Ich möchte Verantwortung übernehmen, Ideen einbringen und gemeinsam mit anderen pragmatische Lösungen für Hirschhorn gestalten. Jürgen Berdel (66) Rentner Seit fast vier Jahrzehnten lebe ich in Hirschhorn. Ich bin 66 Jahre alt, verheiratet und seit 2024 im Ruhestand. Mein kommunalpolitisches Engagement begann 2016 aus der Überzeugung heraus, dass Mitgestalten immer besser ist als nur zu kritisieren. Mir ist wichtig, mit den begrenzten finanziellen Mitteln verantwortungsvoll umzugehen und das Bestmögliche für unsere Stadt und ihre Bürgerinnen und Bürger zu erreichen. Seit 2016 vertrete ich Profil Hirschhorn im Magistrat und setze mich dort für sachliche, lösungsorientierte Entscheidungen ein. Tilmann Wolf (32) Steuerberater Seit zwölf Jahren lebe ich in Hirschhorn am Neckar. Ich bin 32 Jahre alt und arbeite als Steuerberater in einer mittelständischen Kanzlei in Mannheim. Hirschhorn begeistert mich durch seine einzigartige Lage im Neckartal und seine historische Altstadt. Weil mir dieser Ort am Herzen liegt, engagiere ich mich nun in der Kommunalpolitik. Ich möchte meine berufliche Erfahrung im Umgang mit komplexen Regelwerken einbringen, um im „Dschungel“ von Gesetzen und Verordnungen praxisnahe Lösungen für die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger zu finden. Für mich bedeutet Kommunalpolitik: miteinander reden, gute Ideen entwickeln und gemeinsam vorankommen. Dr. Michael Schweitzer (55) Maschinenbauingenieur und Softwarearchitekt Ich bin 55 Jahre alt und arbeite seit fast 25 Jahren als Softwarearchitekt. Vor sechs Jahren bin ich nach Hirschhorn gezogen – eine Stadt, die mir sehr ans Herz gewachsen ist. Ich interessiere mich für ihre Geschichte ebenso wie für ihre Zukunft und engagiere mich im örtlichen Museumsverein. Als Stadtverordneter möchte ich dazu beitragen, dass Hirschhorn ein lebendiger und lebenswerter Ort bleibt. Mir ist wichtig zu zeigen, dass Politik nicht „von oben“ gemacht wird, sondern vom Mitmachen lebt. Jeder konstruktive Beitrag zählt. Gemeinsam anpacken statt gegeneinander arbeiten – so entsteht Zuversicht auf kommunaler Ebene. Dr. Joachim Kleinmann (40) Ökotoxikologe Ich bin 40 Jahre alt, verheiratet und Vater von zwei Söhnen. Seit 2021 vertrete ich Profil Hirschhorn in der Stadtverordnetenversammlung und bin aktuell Vorsitzender des Gremiums. Mein Ziel ist es, dass Hirschhorn eine lebenswerte und liebenswerte Stadt bleibt und Herausforderungen mit Kompetenz, Weitsicht und Verantwortung angegangen werden. Wichtige Anliegen sind mir gute Rahmenbedingungen für junge Familien, lebendige Begegnungsräume und eine nachhaltige Stadtentwicklung. Bei großen Projekten wie Rathaus und Feuerwehrgerätehaus setze ich mich für tragfähige, finanzierbare Lösungen ein. Ebenso liegt mir die Belebung der Altstadt am Herzen, damit insbesondere der Marktplatz wieder ein lebendiger Treffpunkt für alle wird. Bernhard Reichert (70) Rentner Seit über 35 Jahren ist Hirschhorn meine Wahlheimat. Ich bin verheiratet, Vater von drei erwachsenen Kindern und Großvater von vier Enkeln. Bis zu meinem Ruhestand war ich Leiter der Softwareentwicklung bei der GELITA AG. Mir ist Transparenz im Verwaltungshandeln besonders wichtig. Ich setze mich dafür ein, die Kommunikation zwischen Bürgerschaft, Verwaltung und politischen Gruppen weiter zu verbessern. Als Fraktionsvorsitzender habe ich den konstruktiven Dialog mit anderen Fraktionen und der Verwaltung aktiv gestaltet – sachlich, respektvoll und lösungsorientiert. Gabriele Iberl (62) Atmungstherapeutin Seit 1992 lebe ich sehr gerne in Hirschhorn. Ich bin 62 Jahre alt, verheiratet und Mutter von zwei erwachsenen Söhnen. Beruflich arbeite ich als Atmungstherapeutin an der Thoraxklinik in Heidelberg. In der Kommunalpolitik ist mir wichtig, die Anliegen der Menschen ernst zu nehmen und sachorientiert statt parteipolitisch zu handeln. Soziale Themen liegen mir besonders am Herzen – Orte der Begegnung für alle Generationen, nachbarschaftlicher Austausch und neue Formen der Vernetzung, zum Beispiel durch digitale Angebote. Ebenso setze ich mich für interkommunale Zusammenarbeit und transparente Information über das Stadtgeschehen ein. Kai Münch (50) Polizeibeamter Ich bin 50 Jahre alt und lebe seit über 25 Jahren mit meiner Familie in Hirschhorn. Beruflich arbeite ich als Polizeibeamter beim Polizeipräsidium Mannheim. Bürgerliches Engagement ist für mich ein wichtiger Grundpfeiler unserer Gesellschaft. Ich möchte Verantwortung übernehmen und dazu beitragen, die Lebenssituation in unserem Ort weiter zu verbessern. Mein Ziel ist es, mich weiterhin ehrenamtlich für Hirschhorn und die hier lebenden Menschen einzusetzen – heute und in Zukunft. Ramon Brettel (50) Rezeptionist Ich bin 50 Jahre alt, arbeite als Rezeptionist in einem Hotel in Heidelberg und engagiere mich seit 2021 für Profil Hirschhorn im Magistrat. Mir ist es wichtig, die Lebens- und Liebenswürdigkeit unserer Stadt zu bewahren und zugleich ihr Potenzial weiterzuentwickeln. Gerne setze ich mich mit Ihrer Unterstützung weiterhin für die Belange aller Einwohnerinnen und Einwohner ein – ob jung oder alt. Alexander Hess (52) IT-Vertrieb Ich lebe seit über fünf Jahrzehnten in Hirschhorn, bin verheiratet und Vater von zwei Kindern. Seit mehr als 25 Jahren arbeite ich im Vertrieb mit Schwerpunkt IT- und Sicherheitstechnik im Gesundheitswesen. In meiner Freizeit spielt Musik eine große Rolle: Ich spiele mehrere Instrumente in der Egerländer Familienmusik Hess. Sportlich finde ich im WingTsun Ausgleich und Balance. Für Hirschhorn wünsche ich mir eine gute Verbindung aus Tradition, Gemeinschaft und moderner Entwicklung – dafür möchte ich mich engagieren.
von Reinhard Mühlbauer 12. Dezember 2025
Abstimmung über das weitere Vorgehen in der Stadtverordnetenversammlung (11.12.2025) Die Diskussion über das weitere Vorgehen wurde auch auf Neckarsteinacher Seite geführt. Mehrere Anfragen von Stadtverordneten, die zum Ziel hatten, die Transparenz der Abrechnung zu erwirken, verliefen ergebnislos. Schlussendlich haben alle Fraktionen der Neckarsteinacher Stadtverordnetenversammlung einen gemeinsamen Antrag geschrieben, in dem sie die Transparenz einfordern und den Entwurf der neuen Vereinbarung aus Hirschhorn als Basis für den neuen Vertrag annehmen. Diesen Antrag haben sie am Tag unserer Sitzung eingebracht und er soll am 22.12. in der Sitzung in Neckarsteinach beschlossen werden. Er wurde uns über die Fraktion der Grünen zugeschickt mit der Bitte die Info auch an die anderen Fraktionen weiterzuleiten. Da das Ganze doch recht kurzfristig war, hatten noch nicht alle Gremienmitglieder den Vertrag vorliegen. Er wurde in einer Sitzungsunterbrechung verteilt. Auf Basis dieser Informationen wurde schlussendlich abgestimmt. Der CDU Antrag, den Vertrag zu kündigen und neue Verhandlungen aufzunehmen wurde mit Mehrheit von SDP und Profil abgelehnt. Mit ein Grund hierfür war auch, man dann parallel einen Plan B haben muss, wenn die Verhandlungen nicht zum Ziel führen und man auch die Bemühungen der Stadtverordneten in Neckarsteinach honorieren will. Profil brachte den Vorschlag ein, den Magistrat zu beauftragen, die Kündigung erst nach dem 22.12. auszusprechen und auch nur dann, wenn der Antrag der Neckarsteinacher Stadtverordneten nicht vorbehaltlos angenommen wird. Davon unabhängig sollten die Verhandlungen die Vereinbarung zu erneuern fortgeführt werden. Dieser Antrag wurde mit der Mehrheit von SPD und Profil angenommen. Die CDU hat sich enthalten.
von Reinhard Mühlbauer 12. Dezember 2025
Stavo bestätigt HFSA Beschluss (13.12.2025) Die Mittel sind freigegeben und der Magistrat ist beauftragt, einen Vertrag mit den Freunden der Langbein'schen Sammlung zum Betrieb der Bibliothek zu erstellen
von Reinhard Mühlbauer 12. Dezember 2025
Stadtverordentenversammlung bestätigt den Beschluss aus dem HFSA (11.12.24). Das weitere Vorgehen hängt nun von der Haushaltsplanung für 2026 ab. Wobei die Verwaltung wenig Chancen auf eine Förderung oder einen Zuschuss sieht.
von Reinhard Mühlbauer 27. Oktober 2025
Es zeigte sich, dass die Gänse zunehmend den Zaun nicht mehr als Hindernis betrachten. Wir führen dies hauptsächlich darauf zurück, dass die jungen Gänse nun ausgewachsen sind und auch auf dem Land starten und landen. Deshalb haben wir mit der Ankündigung des kleinen Hochwassers den Zaun abgebaut und eingelagert. Unser Plan ist es, im Frühjahr wenn die Gänse brüten den Zaun wieder aufzubauen. Mit den Küken und dann auch in der Mauser wird der Zaun besser wirken.
von websitebuilder 18. Oktober 2025
Herbst 2025 Seit Sommer gibt unser Landrat Engelhard ein monatliches Update des Stands der Baustelle auf Instagram ab. Unter Chriswe72 sind die Statements zu finden
von Reinhard Mühlbauer 4. August 2025
Vandalismus oder Unachtsamkeit Leider ist unsere bewegliche Sperre an der Slipanlage im Neckar gelandet. Ein Teil ist in Lanzenbach angeschwemmt worden, der Rest ist verschwunden. Da zunächst nur zwei Teile weg waren und das dritte noch oben an der Slipanlage stand, sieht das Ganze nach Absicht aus. Schade! . Wir müssen davon ausgehen, dass dieses Schicksal auch einem Neubau bevorstehen würde und lassen die Lücke zunächst offen. (08.08.2025)
von Reinhard Mühlbauer 25. Juli 2025
Ein Antrag von Profil vom März 2023 hat ein vorläufig positives Ergebnis gebracht. Im März 2023 stellte Profil den Antrag bei der alten Schule in Langenthal nicht blindlings die alte Ölheizung zu erneuern, sondern eine zukunftsgewandte nachhaltige Lösung zu suchen und dazu einen Energieberater zu beauftragen. Nach heftigen Diskussionen wurde der Antrg einstimmig angenommen. Die beauftragte Energieberaterin Frau Thomson hatte ihren Sanierungsfahrplan vom Februar 2024 vorgestellt. Der Sanierungsfahrplan sieht in der von ihr bevorzugten Variante Maßnahmen zur Dämmung und einen Ersatz der Ölheizung durch eine Wärmepumpe vor. Daraufhin wurden 250 t€ in den Investitionshaushalt für 2024 eingestellt aber aufgrund von Bedenken der anderen Fraktionen mit einem Sperrvermerk versehen. Diese Daten wurden auch in den Haushalt 2025 übernommen. Zur Aufhebung des Sperrvermerks wurde ein erster Versuch in der Mairunde unternommen, aber wegen Terminproblemen in die Julirunde verschoben. Am 24.7.25 war es so weit. Frau Thomson trug die aktuelle Fortschreibung ihres Planes vor. Nach teils hitziger Diskussion im kleinklein hat auch die CDU ihre Bedenken gegen eine nachhaltige Renovierung und Einbau einer Wärmepumpenanlage zur Heizung des Gebäudes aufgegeben. Einstimmig wurden 125 t€ aus dem Investitionsprojekt freigegeben und der Magistrat beauftragt Angebote für Heizung und Dämmung derjenigen Gebäudeteile einzuholen, die auch durchgeführt werden können, wenn die Wohnung belegt ist. Die Dämmmaßnahmen für die die Wohnung leer sein muss, wurden erstmal verschoben. Aber die Mittel hierfür sind noch im Haushalt vorhanden.
von Reinhard Mühlbauer 18. Juli 2025
Im ersten Schritt wurde ein Netz vor dem Wohnmobilstellplatz Richtung Fußballplatz aufgestellt, mit der Absicht diesen Teil des Neckarufers für die Gänse zu sperren. Dies wirkte zunächst auch. Mittlerweile marschieren vor allem Nilgänse wieder auf dem Fußballplatz herum. Anscheinend lassen sich Gruppen erwachsener Tiere nicht so leicht davon abhalten zu einem Futterplatz zu kommen und Nilgänse haben weniger Probleme den Zaum zu umgehen als Kanadagänse. Anders sieht dies bei Gänsefamilien mit Küken aus. Die zweite nicht vollständige Sperre sollte auch klären inwieweit die Gänse Umwege zu ihrem Ziel in Kauf nehmen. Da kann man ganz klar sehen, dass eine 50 m breite Sperre keinen Effekt hat. Wir werden jetzt den Zaun verlängern und auch eine abnehmbare Sperre an der Slipanlage aufbauen. Die Sperre sollte früh im Jahr aufgebaut sein, damit die Familien mit Küken sich einen anderen Weg suchen. Außerdem kommen dann die Erwachsenen in die Mauser und können dann gar nicht fliegen.
von Reinhard Mühlbauer 22. Juni 2025
.Vor drei Wochen hatte Profil Hirschhorn eine sehr gut besuchte Informationsveranstaltung zum Thema „Invasive Tier- und Pflanzenarten“ organisiert, in der auch die Errichtung eines Zaunes zur Eindämmung der Gänseplage im ufernahen Stadtgebiet vorgeschlagen wurde. Mitglieder des Vereins setzten diese Maßnahme nun versuchsweise um und stellen am Samstagnachmittag an zwei besonders stark von den Nil- und Kanadagänsen verschmutzen Uferarealen insgesamt rund 100m nicht stromführenden Weidezaun auf, die uns leihweise von der Schäferei Gimber aus Lobenfeld zur Verfügung gestellt wurden. Ziel dieser Maßnahme ist es, den Gänsen den einfachen Zugang vom Wasser auf die Rasenflächen zu erschweren – und umgekehrt. Solche physischen Barrieren haben sich in anderen Kommunen als wirksames Mittel erwiesen, um das Verhalten der Tiere zu beeinflussen und sie zu einem Ausweichen auf weniger sensible Bereiche zu bewegen. Ob das wirklich funktioniert, wird über die kommenden Wochen beobachtet. Sollte sich diese einfache Methode als erfolgreich erweisen, kann sie auch auf weitere betroffene Flächen ausgeweitet werden. Wie bereits im Rahmen der Veranstaltung deutlich wurde, gibt es keine Patentlösungen. Umso wichtiger sind praktische, lokal angepasste Maßnahmen, die in Zusammenarbeit mit engagierten Bürgern umgesetzt werden können. Profil Hirschhorn dankt allen Mitwirkenden, insbesondere den aktiven Helferinnen und Helfern aus dem Verein sowie dem Schäfereibetrieb für ihr Engagement. Alle interessierten Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, sich vor Ort selbst ein Bild zu machen oder Anregungen an den Verein weiterzugeben.
Weitere Beiträge