
Nil- und Kanadagans
zwei Tierarten, die uns das Leben schwermachen
Aktueller Stand 26.07.2026
In der Diskussion zu unserem Antrag wurde schlussendlich nicht die vorgegebene Liste aus Maßnahmen beschlossen, sondern dem Magistrat freie Hand gegeben, aus den Maßnahmen auszuwählen und auch andere Maßnahmen zu ergreifen. Ein Controlling des Erfolgs soll durch den HFA vorgenommen werden. Die Fraktion Profil wird darauf drängen, dass dies auch durchgeführt wird.
Hier der Link zum Sitzungsprotokoll: Protokollunterlagen 16.07.2026 Stadtverordnetenversammlung der Stadt Hirschhorn (Neckar)
Da nun auch die jungen Gänse flugfähig sind, wirkt der Zaun nicht mehr. Er kann im Laufe des August wieder abgebaut werden.
Das eigentliche Gänseprojekt ist beendet. Der Verein wird noch den Auf- und Abbau des Zauns vornehmen.
09.07.2026
Die Mauser ist bald vorbei, und die Gänse finden immer noch Wege vom Neckar auf den Wolfenacker. Die Jungen sind bald flügge. Nach einem Jahr müssen wir feststellen, dass der Zaun prinzipiell Elterntiere mit ihren Jungen und die Gänse in der Mauser abhalten kann, aber nur wenn wirklich keine Lücke besteht.
Wir haben nun einen Antrag für die Stadtverordnetenversammlung gestellt, in dem wir zusätzliche Maßnahmen vorschlagen.
In der Datei sind unsere Aktivitäten im Laufe des Gänseprojektes zusammengefasst:
30.06.2026
Im Abschnitt zwischen Anleger und Beginn der Mauer gab es einige Stellen, an denen die Kanadagansfamilien aus dem Neckar ans Ufer gelangen konnten. Diese Lücke wurde nun mit einem weiteren Zaunstück geschlossen. Leider hat die Sperre an der Slipanlage die Zeit nicht überlebt. Sie ist zwar noch da, aber so ramponiert, dass die nicht mehr wirkt. Das ist sehr bedauerlich, aber da die meisten Kanadagänse mittlerweile in der Mauser sind und nicht fliegen können, haben wir nun wieder einen neuen Austiegspunkt.

28.05.2026
Neuer Versuch an der Slipanlage. Die neue Sperre wurde installiert.
20.05.2026
Es sieht nicht gut aus.
An der Slipanlage steigen die Kanadagänse mit ihrem Nachwuchs aus und Jungvögel breiten sich vom Sportplatz bis zum Volleyballfeld auf der Wiese aus. Aber wir wollen das nicht kampflos hinnehmen.
13. April 2026
Absicht, Gedankenlosigkeit oder falsch verstandene Tierliebe?
Am Wochenende wurde die Sperre an der Slipanlage abgerissen und weggeworfen, wahrscheinlich in den Fluss. Sie hat somit keine zwei Wochenenden überstanden. Es ist nicht verständlich was für eine Motivation die Unbekannten dazu getrieben hat, die Sperre abzureisen. Man konnte sie mühelos zur Seite rollen oder sogar darüber hinwegfahren. Die Gänsefamilien freut es, dass sie nun eine einfache Möglichkeit haben an Land zu kommen.
4. April 2026
Die Gänse brüten und erste Gänsefamilien mit Küken versuchen am Wolfenacker anzulanden. Am 4.4. wurden die beiden Zaunlücken am Anleger geschlossen und eine Sperre an der Slipanlage angelegt. Jetzt müssen wir beobachten inwieweit der Zaun hilft
2. März 2026
Ein Schafzaun ohne Stromführung wurde am 2.März 2026 auf dem rechten Neckarufer von Kaimauer bis zur Sporthalle and den nicht dicht bewachsenen Stellen des Ufers direkt hinter der Böschungsoberkante wieder aufgestellt, um den Gänsen mit Jungen und danach wenn sie in der Mauser sind, den Zugang zu den Grünflächen zu erschweren und sie dazu zu bringen, sich außerhalb des bewohnten Gebietes niederzulassen.
Der Zaun
Anfang August war der Zaun und eine mobile Sperre an der Slipanlage vollständig aufgestellt. Dabei zeigte es sich, dass mit zunehmendem Alter des Nachwuchses der Zaun ein immer geringeres Hindernis darstellt. Solange die Jungtiere noch kleiner waren, hat der Zaun Wirkung gezeigt. Aber wir waren zu spät mit der Anlage des Zaunes. Deshalb bauten wir den Zaun wieder ab. Wir wollen jedoch mit Beginn der Brutzeit den Zaun wieder erstellen, um die Gänsefamilien mit ihren Jungen dazu zu bewegen sich außerhalb des bewohnten Gebietes niederzulassen.
Erste Maßnahmen
Profil Hirschhorn organisierte eine Infoveranstaltung "Nilgans, Waschbär und Co. Leben mit invasiven Tier- und Pflanzenarten im Neckartal" Mit • Frau Prof. Dr. Lissy Jäkel, Biologin von der PH Heidelberg • Herrn Dr. Karl-Friedrich Raqué, Naturschutzbeauftragter der Stadt Heidelberg • Frau Luisa Krauß, Wildtierbeauftragte der Stadt Heidelberg. Ein Outcome der Veranstaltung war die Idee, einen Zaun am Neckarufer aufzustellen, um den Gänsen den einfachen Zugang vom Wasser auf die Rasenflächen zu erschweren – und umgekehrt. Solche physischen Barrieren haben sich in anderen Kommunen als wirksames Mittel erwiesen, um das Verhalten der Tiere zu beeinflussen und sie zu einem Ausweichen auf weniger sensible Bereiche zu bewegen.
Die Ausgangslage
zunehmend breiten sich in Gewässernähe erst Nil- und nun auch verstärkt Kanadagänse aus. Sie verdrängen heimische Arten. Der Kot der Nilgänse führt zu Verschmutzungen von Liegewiesen, Spiel- und Sportplätzen und Radwegen. Die Verunreinigungen können Salmonellen enthalten, was besonders für Kleinkinder ein Gesundheitsrisiko darstellt. In Hirschhorn breiten sich größere Populationen entlang des Neckars im Stadtgebiet aus und hinterlassen ihren Kot überall vom Sportplatz bis zur Altstadt links und rechts des Neckars. Da diese Gebiete im befriedeten Bereich liegen, können died Tiere nicht einfach bejagt werden. Ähnliche Probleme hat Heidelberg mit der Neckarwiese und anderen Erholungsbereichen
