
Nil- und Kanadagans
zwei Tierarten, die uns das Leben schwermachen
Der aktuelle Stand
Ein Schafzaun ohne Stromführung wird in Abhängigkeit von der Witterung Ende Februar/Anfang März auf dem rechten Neckarufer von Kaimauer bis zur Sporthalle and den nicht dicht bewachsenen Stellen des Ufers direkt hinter der Böschungsoberkante aufgestellt, um den Gänsen mit Jungen und danach wenn sie in der Mauser sind, den Zugang zu den Grünflächen zu erschweren und sie dazu zu bringen, sich außerhalb des bewohnten Gebietes niederzulassen.
Die Ausgangslage
zunehmend breiten sich in Gewässernähe erst Nil- und nun auch verstärkt Kanadagänse aus. Sie verdrängen heimische Arten. Der Kot der Nilgänse führt zu Verschmutzungen von Liegewiesen, Spiel- und Sportplätzen und Radwegen. Die Verunreinigungen können Salmonellen enthalten, was besonders für Kleinkinder ein Gesundheitsrisiko darstellt. In Hirschhorn breiten sich größere Populationen entlang des Neckars im Stadtgebiet aus und hinterlassen ihren Kot überall vom Sportplatz bis zur Altstadt links und rechts des Neckars. Da diese Gebiete im befriedeten Bereich liegen, können died Tiere nicht einfach bejagt werden. Ähnliche Probleme hat Heidelberg mit der Neckarwiese und anderen Erholungsbereichen
Erste Maßnahmen
Profil Hirschhorn organisierte eine Infoveranstaltung "Nilgans, Waschbär und Co. Leben mit invasiven Tier- und Pflanzenarten im Neckartal" Mit • Frau Prof. Dr. Lissy Jäkel, Biologin von der PH Heidelberg • Herrn Dr. Karl-Friedrich Raqué, Naturschutzbeauftragter der Stadt Heidelberg • Frau Luisa Krauß, Wildtierbeauftragte der Stadt Heidelberg. Ein Outcome der Veranstaltung war die Idee, einen Zaun am Neckarufer aufzustellen, um den Gänsen den einfachen Zugang vom Wasser auf die Rasenflächen zu erschweren – und umgekehrt. Solche physischen Barrieren haben sich in anderen Kommunen als wirksames Mittel erwiesen, um das Verhalten der Tiere zu beeinflussen und sie zu einem Ausweichen auf weniger sensible Bereiche zu bewegen.
Der Zaun
Anfang August war der Zaun und eine mobile Sperre an der Slipanlage vollständig aufgestellt. Dabei zeigte es sich, dass mit zunehmendem Alter des Nachwuchses der Zaun ein immer geringeres Hindernis darstellt. Solange die Jungtiere noch kleiner waren, hat der Zaun Wirkung gezeigt. Aber wir waren zu spät mit der Anlage des Zaunes. Deshalb bauten wir den Zaun wieder ab. Wir wollen jedoch mit Beginn der Brutzeit den Zaun wieder erstellen, um die Gänsefamilien mit ihren Jungen dazu zu bewegen sich außerhalb des bewohnten Gebietes niederzulassen.
